Ich hab dich soo lieb, so unbeschreiblich lieb!

Die sanfte Berührung eines Armes auf meiner Brust holt mich in einen Dämmerzustand, in dem Traum und Realität miteinander eng umschlungen Tanzen, alles möglich ist. Jede Begierde, jede Hoffnung und jeder Traum wahr werden. Kurze Momente voller Süße, die einem ewig erscheinen und doch viel zu schnell von der Tanzfläche verschwinden.

Ihr Becken schiebt sich galant und geschmeidig über meines, die orangene  Zudecke wölbt sich über ihrem Gesäß wie ein lebendiges Gebirge. Warme Lippen liebkosen meine Brust, zeichnen eine gewundene Spur der Leidenschaft. Eine Hand hält meinen Arm, die andere streicht über meine Brust, massiert mich, krallt sich mit den Fingernägeln in meine Muskeln. Lustvoller Schmerz dringt in mich so schnell wie das Messer eines Meuchelmörders und so prickelnd wie Champagner im Bauchnabel. Ich stöhne auf. Verlange nach mehr, meine Hand will ihren Po packen. Doch sie wird festgehalten. Sie drückt sich mit der Hand von meiner Brust ab. Dieses Gewicht! Das ist kein Traum. Ich öffne die Augen, sehe sie an. Ihre Haare wie einen Vorhang auf eine Seite gebracht, ihr Hals entblößt. Mit meiner freien Hand greife ich in ihren Nacken, massiere ihn mit vor Lust festem Griff. Sie legt mir so zart wie eine Augenbinde eine Hand auf die Augen, sodass ich nur noch ihr Stöhnen höre, während sie genussvoll ihr Becken kreist, ihre Klitoris an meinem Penisansatz reibt. Ich befreie mich aus ihrem Griff, massiere ihre Brüste, twiste sacht ihre Nippel um sie danach mit meiner Zunge zu umspielen. Vorsichtig beiße ich auf einen Nippel, schlage mit der Zunge gegen, zutsche an ihm, puste kalte Luft auf ihn und er wird noch härter. Sie atmet schwer in mein Ohr. Ihre Zähne verbeißen sich wie eine Bärenfalle in mein Ohrläppchen.

Sie hebt ihr Becken mit eindeutiger Absicht: ungestilltes Verlangen. Ich lege mich auf den Rücken und ziehe sie an mich heran. Ihre Scham spielt mit meinem Penis, bekommt ihn nicht zu fassen. Mit einem Laut, gibt sie ihren Unmut darüber preis. Ist mir recht. Versuch es weiter! Zeig mir, wie sehr du es willst! Wie sehr du mich begehrst! Meine Eichel dringt halb in sie ein. Sie küsst mich wild, knabbert weiter an meinem Ohr, haucht ihren warmen Atem hinein. Ich ziehe mich zurück. Sofort krallen sich ihre Finger in meine Brust.

„Bitte!“, flüstert sie auf eine energische Art und Weise.

Widerstand zwecklos. Ich bin ihr erlegen. Völlig. Ich helfe nach. Ich spüre ihr Lächeln, dann ein Kuss. Sie gleitet geschmeidig bis zur Hälfte, dann stoppe ich sie. Ziehe mich zurück. Soweit, dass nur noch die Schamlippen meine Eichel berühren. Warten! Vor Erwarten geht ihr Atem noch schwerer. Ihr Mund saugt sich an meinen Hals. Mit der Spitze eindringen. Zurückziehen. Wieder eindringen. Abtauchen in den warmen Apfelkuchen, in das Reich der Lust. Sie stöhnt auf. Schmerz an meinem Hals paart sich mit intensiver Wonne in meinem Unterleib. Sie kreist ihr Becken. langsam und zärtlich, plötzlich schwungvoll. Mit einer Hand suche ich ihr Gesicht, ertaste ihre Wange. Mein Daumen dringt in ihren Mund und sie saugt an ihm, umspielt ihn mit ihrer Zunge als wäre er etwas anderes. Ich stöhne lustvoll auf, komme ihr mit meinem Becken entgegen. Da hebt sie auf einmal ihr Becken an. Ihre enge Muschi saugt förmlich an meinem Schwanz, als sie ihn Zentimeter für Zentimeter freigibt. Nur die Spitze bleibt in ihr. Dann wieder ganz nach unten. Sie legt ein Tempo an den Tag, dass mir schwindlig wird.

„Mach langsam.“, raune ich schwer.

Sie erhöht ihren Rhythmus. Ich komme, während ich ihr mit einer Hand durchs Haar fahre. Mein schuldiger Blick sucht ihren. Sie lächelt schadenfroh, sodass sich ihre Zähne entblößen. Dann gibt sie mir einen Kuss.

„Wir sollten mal wieder Amarican Pie“ ansehen.“, scherze ich.
„Ja, gerne.“, sagt sie etwas verwundert.

Wir stehen auf und machen Frühstück.

„Da hast ja heute Zeit.“, sagt sie, als sie mit dem Messer den Honig mit der Butter auf dem Toast verschmiert. „Du könntest weitere Mirabellen pflücken fahren.“

Weitere Mirabellen für die Marmelade sind keine schlechte Idee. Doch ich würde viel lieber mit ihr zusammen dort hinfahren, eine gemeinsame Tour machen. Aber im Prinzip hat sie Recht: Wenn wir erst fahren, wenn sie da ist, wird es sehr spät und wir müssten bis in die Nacht hinein Marmelade kochen.

„Ja, das kann ich machen.“, antworte ich und versuche dabei, meinen Missmut zu verstecken und beiße in meinen kalten Nutellatoast. „Fängst du in der Zwischenzeit an, die restlichen Aroniabeeren zu entstielen?“
„Okay.“
Als die Planung für den Tag beendet und sie fertig mit essen ist, lässt sie alles stehen und liegen und geht ins Bad, um sich fertig  zu machen. Währenddessen widme ich mich einer Runde Sudoku, bis sie sich an dem Schuhregal aus unbehandeltem Holz festhält, um sich ihre schwarzen Ballerina anzuziehen.
„Willst du wirklich die Ballerina anziehen?“, stänkere ich und sehe prüfend an ihr herab. Wenn sie jetzt noch die Schuhe umzieht, verpasst sie die Tram!
„Findest du?“, will sie unsicher wissen? „Aber heute soll’s warm werden. Da muss ich Ballerina anziehen.“
„Wenn du dich zum Gespött des Instituts machen willst, nur zu!“ Ein breites Grinsen schleicht sich in meine Züge.
„Du bist ein Blödi!“, raunt sie spaßig und formt einen Schmollmund, den ich sofort küsse. Ihre Augen funkeln, als wären im Inneren tausend kleine Sterne.
„Du siehst super aus!“, bekräftige ich, ziehe sie an mich und lange mit einer Hand an ihren Po, die andere liegt an ihrer Taille. Wenn ich ihr jetzt durch ihr Haar fahre, flippt sie aus. Ich widerstehe der Versuchung. Genug geärgert für den Moment. „Viel Spaß. Sei vorsichtig!“, mahne ich, während sie hastig die ersten Stufen nimmt.
„Danke! Ich wünsch dir einen supi Tag!“, ruft sie. Ihr Blick sucht noch einmal kurz meine Augen, tastet danach sofort wieder die Treppe nach Gefahren ab und sie verschwindet in der unteren Etage.

Die Stunden ohne sie vergehen so langsam wie Unkraut im Garten. Ständige Tagträume, an den Urlaub, an die Woche davor und an die Zeit jetzt und zu Beginn unserer Beziehung, verhindern eine zügige Abarbeitung meiner Tagesaufgaben wie Personalmangel die Pünktlichkeit bei der Deutschen Bahn. Zwei Stunden bevor sie nach Hause kommt, wird es höchste Eisenbahn mich endlich auf den Weg zu machen. Gesagt, getan.

Eine Hand hält einen mit Mirabellen gespickten Ast, der sich widerspenstig biegt und an mir zieht wie ein Hund, der um seinen Knochen Kämpft. Die andere Hand sucht nach den schönsten gelben Früchten, pflückt sie und befördert sie in den Eimer. Es vibriert in meiner Hose. Super abgepasst! Ich lasse den Ast los und dieser schnellt wie ein Katapult in die Höhe, sodass einige der Mirabellen gen Boden regnen und im hohen Dunkelgrün verschwinden.

„Hey hübsche Frau!“, begrüße ich sie mit heller Stimme.
„Wo bist du?“, fragt sie mit gedämpfter Stimme.
Hatte sie erwartet, dass ich zu Hause bin, wenn sie kommt? „Bei den Mirabellen.“, antworte ich wahrheitsgemäß.
„Ach so … bringst du auf dem Rückweg was mit? Du weißt schon was.“ Ihre Stimme ist deutlich freudiger geworden.
Was sie wohl will? „Gerne. Verrätst du mir noch, was genau ich mitbringen soll?“, hake ich nach.
„Da musst du schon selber drauf kommen.“
Na, toll. Sie lässt mich im Dunkeln. „Okay … da muss ich wohl nochmal in mich gehen.“
„Ja, überleg mal. Du kommst bestimmt drauf!“
„Bestimmt!“, bestätige ich kurz. „Bis später, ich beeil mich.“
„Supi! Kussi.“ Sie schmatzt ins Telefon und ich mache es ihr gleich.

Wie Rumpelstilzchen ums Feuer tanzen meine Gedanken um die Gespräche der letzten Tage, während weiter Mirabellen meinen Eimer füllen. Was meint sie? Was soll ich mitbringen? Gelierzucker? Nein, davon ist reichlich vorhanden. Kondome? Auch vorhanden. Wein? Hm, Wein könnte es sein … aber darüber gesprochen haben wir nicht. Als der Eimer schwer und in etwa zu dreiviertel gefüllt ist, fehlt mir, abgesehen vom Wein, immer noch jegliche heiße Spur und ich will mich auf den Rückweg machen, da fallen mir die Pflaumenbäume fast direkt neben den Mirabellen auf, die behände den restlichen Platz über den gelben Murmeln einnehmen. Mein Handy dokumentiert den Anblick und sendet eine MMS an sie:

„Wenn du mir nicht verrätst, was ich mitbringen soll, dann esse ich die ganzen Pflaumetschken alleine!“

Die Minuten vergehen wie Blumen im Wasser, ohne dass ich eine Antwort erhalte, weshalb ich mich auf den Weg mache. Vor der letzten Einkaufsmöglichkeit fehlt weiterhin jegliche Reaktion von ihr. Dann war es wohl nicht so wichtig. Nur was ist, wenn es ihr doch wichtig ist? Wenn ich etwas Entscheidendes vergessen habe? Eine Sache, ohne die ihre Laune in einen bodenlosen Abgrund stürzt und ihre honigsüße Stimme in ein barbarisches Grummeln verwandelt? Es fällt mir nicht ein. Mit einem letzten, fragenden Blick auf den Lidl fahre ich weiter.

„Ich bin daaha“, lasse ich es durch die Wohnung schallen, als ich sie betrete.
„Supi!“ Sie lächelt mich aus der Küche an, wo sie gerade dabei ist, die restlichen Aroniabeeren zu entstielen. „Du hast aber getrödelt … hast du es mitgebracht?“
„Naja …“, stammle ich, während mein Gesicht heiß wird. „Du hast auf meine MMS nicht reagiert … ich wusste nicht, was du meinst.“ Mein Blick sucht in ihren grünen Augen nach der passenden Antwort, um vielleicht doch noch mit dem passenden Einfall glänzen zu können. Nichts regt sich.
„Du solltest Tabak mitbringen.“
Tabak? Mein Gesicht entgleist wie ein ICE, der zu schnell in die Kurve fährt. Tabak?, hallt es in meinem Kopf nach. Wegen diesem Kraut habe ich mir den Kopf zerbrochen? Wie kommt sie denn darauf? Ach ja, im Urlaub hatte sie den Wunsch geäußert, im Bett zu rauchen. Findet sie cool. Ist so kalt wie dämlich. „Oh.“, entfährt es mir.
„Wir haben auch nicht mehr genügend Gläser für die Marmelade. Fährst du noch welche holen?“, fragt sie mit Engelszunge und klimpert mit den Augen. „Dann kannst du gleich welchen mitbringen.“
„Hm, okay.“, brumm ich. Warum musste ich dieser idiotischen Idee im Urlaub zustimmen? Ach ja. Wegen der Stimmung.
Also fahre ich los, hole Gläser und den Todesbringer. Letzteren lege ich ohne Worte auf die Kommode in ihrem Zimmer, als ich zurück bin. Die zukünftigen Marmeladengefäße bringe ich in die Küche und wir fangen an zu kochen.

„Das sind sehr viele Früchte.“, stellt sie skeptisch fest. „Wir werden heute nicht alles schaffen, machst du den Rest morgen alleine?“ Schmale Falten zieren ihre Stirn, als sie mich fragend ansieht.
„Kein Problem.“, antworte ich „Dann machen wir heute Pflaume-Aronia-Marmelade und vielleicht noch welche mit Mirabellen. Den Rest mix‘ ich morgen zusammen.“
„Supi.“ Sie dreht sich auf der Stelle um und fängt an, die Pflaumen in einer Schüssel zu waschen.
„Denkst du, eure Fahrradtour wird lustig mit …?“, will ich von ihr wissen, während ich die neuen Gläser abkoche.
„Mhh … nicht ganz so lustig, denke ich. Aber ich freu mich trotzdem sehr drauf.“
„So sehr, wie mit mir zu kuscheln?“ Ich drehe mich zu ihr und lächle sie an, mein Blick tanzt zu ihren Hüften, als sie mich ansieht und fixiert sofort wieder ihre Augen. Lächelnd kommt sie auf mich zu, bleibt einen Hauch weit vor mir stehen.
„Niemals!“, flüstert sie zart in mein Ohr.

Mit einem Ruck verdränge ich die Luft zwischen uns, eine Hand an ihrer Hüfte. Der betörende Duft ihrer Haare benebelt meine Sinne, als ich mein Gesicht in ihnen vergrabe, um dahinter ihren Hals zu küssen. Sie legt den Kopf schief, bietet mir ihren Hals wie einem Vampir feil. Eine Einladung, die ich unmöglich ablehnen kann. Klick.

„Dein Wasser ist fertig.“, weist sie mich auf den Wasserkocher hin. Sie entreißt sich meinem Vampirgriff. Ein schelmisches Lächeln auf den Lippen, macht sie einen kleinen Schritt rückwärts.

Wie unbarmherzig! Ich schiebe mich mit reichlich Körperkontakt an ihr vorbei. Taste ihren Blick nach einem Anzeichen eines Scherzes ab. Nichts zu erkennen. Spielverderberin!

Den Rest des Abends nimmt das Marmeladekochen voll in Anspruch. Danach gehen wir direkt ins Bett. Sie kuschelt sich an mich, schmiegt das rechte Bein über meine Hüfte und streicht mit der rechten Hand über meine Brust, während ich ihr den Rücken kraule. Langsam schiebt sie sich nach oben. Stück für Stück. Ihr Atem kitzelt mich am Hals wie unzählige Ameisen. Was hat sie vor? Will sie mich verführen, weil sie morgen in den Fahrradurlaub fährt und wir uns über eine Woche nicht sehen werden? Ein Funken Vorfreude kitzelt mich wie ihr warmer Atem an meinem Ohr. Ich greife nach ihrem rechten Oberschenkel und drück ihn an mich. Sie beißt in mein Ohrläppchen und haucht:

„Ich hab dich soo lieb, so unbeschreiblich lieb.“

Die Worte verwandeln den Funken in einen Flächenbrand, mein ganzer Körper wird von einer Woge der Freude mitgerissen und ich bin froh, dass ich liege. Jede Berührung mit ihrem warmen Körper, ihrer nackten Haut, fühlt sich noch intensiver an. Ich genieße es wie ein Eis im Hochsommer. Plötzlich wird mir bewusst, dass sich meine Finger in ihren Oberschenkel gebohrt haben wie Eispickel in einen Gletscher. Ich lasse los. Streichle gefühlvoll an ihrem Bein entlang bis zu ihrer Hüfte. Sie hat den Kopf inzwischen auf meine Schulter gelegt. Mit dem Zeigefinger hebe ich ihr Kinn, sodass sie mich mit ihren funkelnden, großen Augen ansieht. Im selben Moment gebe ich ihr einen innigen Kuss, sauge leicht an ihren Lippen. Unsere Zungen spielen Katz und Maus miteinander wie bei unseren ersten Küssen. Erinnerungen blitzen auf und verglühen sogleich in der Schönheit des Augenblicks. Während meine rechte Hand noch ihr Haar durchpflügt, zieht sie sich liebevoll lächelnd zurück und horcht an meiner Brust. Ihre rechte Hand tippelt über meinen Bauch, meine über ihren Rücken.

Ist er damit raus? Bedeutet er ihr gar nichts mehr? Eine Frage trifft mich wie Thors Hammer: Warum hast du nicht gesagt, dass du sie liebst? Du König der schlechten Zeitpunkte!

1.10.13 18:30

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